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01.09.2021

Smart ist „in“

In deutschen Haushalten kommen immer häufiger smarte Anwendungen zum Einsatz. Eine steigende Nachfrage gibt es vor allem im Bereich „Sicherheit“.

Bild: bitkom

Von smarten Waschmaschinen über Jalousien, die bei hoher Sonneneinstrahlung automatisch herunterfahren bis hin zu komplexen Zugangssystemen – immer mehr Menschen hierzulande haben zuhause mindestens eine Smart-Home-Anwendung installiert. Das ergab eine repräsentative Befragung des Bitkom e. V. unter 1.269 Personen ab 16 Jahren.

Verfügten 2019 erst 31 Prozent der Bundesbürger/-innen über vernetzte Geräte, so sind es mittlerweile 41 Prozent. Besondere Zuwächse waren dabei vor allem bei den intelligenten Lampen und Leuchten zu verzeichnen. Sie sind bereits in 29 Prozent der befragten Haushalte im Einsatz und legten allein in den vergangenen Monaten um sechs Prozentpunkte zu (2020: 23 %).

Sicherheit als wichtiges Argument
Steil bergauf zeigt die Kurve aber auch bei Anwendungen aus dem Bereich „Sicherheit“: Fast ein Viertel (23 %) der Befragten nutzt beispielsweise eine smarte Videoüberwachung (2020: 16 %), ein Fünftel (21 %) eine intelligente Alarmanlage (2020: 18 %). Beliebt sind zudem intelligente Rollläden oder Markisen (13 % / 2020: 11 %). Bei den smarten Haushaltsgeräten führen Rasenmäher- (16 %) und Staubsauger-Roboter (13 %) die Liste an. Etwas geringer verbreitet sind intelligente Haushaltsgeräte wie smarte Waschmaschinen oder Kühlschränke (4 %).

Für smarte Funktionalitäten, die die Energieeffizienz erhöhen, begeistern sich ebenfalls immer mehr Anwender. So stieg die Zahl derjenigen, die steuerbare Heizkörper und Thermostate installiert haben – diese sind in der Lage, die Temperatur in der Wohnung optimal anzupassen, zum Teil sogar abhängig von der Wettervorhersage und davon, ob gerade gelüftet wird –, von 15 Prozent im Jahr 2020 auf nun 17 Prozent an.

Mehr Komfort und Energieeffizienz
Nach Gründen für die Installation von Smart-Home-Anwendungen gefragt, gaben 78 Prozent der Nutzer/-innen ein Mehr an Komfort und Lebensqualität an. 69 Prozent wollen ihre Wohnung sicherer, 62 Prozent energieeffizienter machen. Ein Viertel (26 %) möchte die Möglichkeit haben, ortsunabhängig auf die Geräte zuzugreifen. Interessant: 18 Prozent nutzen Smart-Home-Anwendungen, weil ihre Vermieter diese bereits in der Wohnung installiert haben. Und: Zehn Prozent nutzen Smart-Home-Anwendungen aus Spaß am Tüfteln und an Technik – Männer sind in dieser Gruppe mit 14 Prozent sehr viel häufiger vertreten als Frauen (5 %).

Argumente gegen Smart Home
Doch nicht jeder ist begeistert von Smart Home. 41 Prozent derjenigen, die angaben, kein Interesse an Smart-Home-Anwendungen zu haben, nannten als Grund die Angst vor Hacker-Angriffen, dicht gefolgt von der Angst vor Missbrauch persönlicher Daten (39 %). 32 Prozent sorgen sich generell um ihre Privatsphäre. Ein ebenso großer Teil (32 %) empfindet die Bedienung als zu kompliziert und weiteren 29 Prozent ist der Einbau schlichtweg zu aufwendig. Einen zu hohen Preis nennen wiederum 37 Prozent als Argument gegen den Einsatz smarter Funktionalitäten.

Quelle: Bitcom / ZVEH

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